Distinguished Gentleman’s Ride…

…„Bartender on Duty“ war dabei, denn auch in mir schlägt ein leidenschaftliches Bikerherz.

Es ist zwar schon wieder wenige Wochen her, um genau zu sein war es der 30. September, aber dennoch möchte ich euch kurz davon erzählen.

Der DGR wurde 2012 von Mark Hawwa aus Sydney/Australien gegründet, 

inspiriert von einem Foto Don Drapers (einer Figur aus der TV-Serie Mad Men) 

in einem Anzug auf einem klassischen Motorrad.

Es geht darum, in betont „feiner“ Kleidung und klassischen Motorrädern aufzutreten. 

Die Teilnehmer tragen beispielsweise Monokel, Schnurrbärte, seidene Westen, 

Tweedanzüge oder -kostüme. 

Weltweit wird dieses Event immer zum ende September hin zelebriert.

Die Teilnahme ist kostenfrei, allerdings wird von den Teilnehmern erwartet, dass sie versuchen, 

durch Sponsoren Geld zu sammeln.

Aber auch vor Ort kann fleissig gespendet werden.

Gesammelt wird für die Prostatakrebsforschung (Prävention und Behandlung)

Waren es 2012 noch über 2.500 Fahrer in 64 Städten, stieg diese Zahl bis 2017 auf etwa 

90.000 aktive Teilnehmer in 581 Städten und 95 Ländern an.

Es wird von ihnen erwartet, dass sie sich bester Manieren befleissigen. 

Etwas gutes tun und gleichzeitig Spass dabei zu haben. 

Ja, das ist genau das richtige für uns Männer. 

Treffpunkt war um 10 Uhr bei Erne’s Triumph Shop am Sihlquai.

Am Vormittag begannen sich nun dort immer mehr blubbernde, brummende, oder auch schreiende Bikes zu versammeln.

Chaos entstand aber nicht. Es war sehr gut organisiert.

Ein faszinierendes Bild muss es wohl von oben gewesen sein. 

Wie ein wachsender Ameisenhaufen.

Gewimmel und Gewusel überall.

Fast alle hielten sich auch an den Dresscode. 

Bei dem Anblick wäre mit Sicherheit der einen oder anderen Dame etwas heiss geworden.

Die Stimmung wechselte zwischen ausgelassener Fröhlichkeit und erwartungsvoller Spannung.

Auch die Wettergöttin schaute heute wohlwollend zu uns herab.

Nun ging es endlich los.

Ein Dröhnen durchflutete Zürich’s Strassen.

Es war Ohrenbetäubend. Spätestens jetzt wurde der letzte Anwohner aus dem Bett geworfen.

Geordnet und ohne Hetz setzte sich die Kolonne in Bewegung.

Der Biker Club „MC Hurricanes“ blockierte für uns alle Kreuzungen.

Ein aufregendes Gefühl über die roten Ampeln donnern zu können, 

ohne hohe Strafen befürchten zu müssen.

Die Reaktionen bei den Autofahrern reichte von irritiert, bis johlenden Anfeuerungen.

Selbst einige Polizisten jubelten uns zu. Ihr müsst wissen, auch Polizisten sind eigentlich nur ganz normale Menschen. 

Der Ausritt war ein pures Gefühl von Freiheit und Zusammengehörigkeit, 

mit 700 anderen Töff-Begeisterten quer durch Zürich fahren zu können.

So frass sich die Motorrad Schlange durch die Strassen, Meter um Meter.

Entlang der südlichen Seeseite nach Horgen und mit der Fähre über den See. 

Auch an der Bikerparty danach an der Seerose hätte ich noch länger verweilen können, 

mit all den gefährlich aussehenden, schweren Jungs.

Da fühlt „Mann“ sich gleich noch männlicher.  

Aber dem Ruf der Nachteulen und Cocktailbars konnte ich mich letztendlich nicht erwehren.

So schwang ich mich wieder auf meine Maschine und ritt dem Sonnenuntergang 

entgegen, um Drinks zu mixen und die dunklen Schatten der Nacht zu vertreiben.

Der „Bartender“ war wieder „on duty“.

Cheers Nico

2018-10-28T20:36:03+00:00Categories: Mini Blog|0 Comments

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